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Hefte raus, Klassenarbeit!

Wer an die Schulzeit zurückdenkt, lässt den Klausuren- und Prüfungsteil wohl gerne aus. Das Lernen, das Schwitzen, das Beten und dann die Erleichterung – oder auch eben nicht. 

In der Pflegeausbildung muss das erlernte Wissen natürlich auch abgefragt werden. Leider, wie einige jetzt wahrscheinlich sagen werden. Doch wie sehen die Prüfungen für die Pflegeausbildung eigentlich aus? Was gibt es für Prüfungsarten und was machen unsere Testimonials gegen Lernstress und Prüfungsangst?

Bildung ist ja bekanntlich Ländersache und das gilt auch bei der Ausbildung. Andrea macht ihre Ausbildung zum Beispiel in Franken und somit gibt bei ihr das bayerische Kultusministerium die Prüfungsinhalte vor. Während der Ausbildung muss sie 28 Leistungsnachweise erbringen. Da sie in der Generalistik arbeitet, muss sie quasi auch alles lernen und beherrschen. Bei Krankenpflegeschulen liegt der Schwerpunkt viel stärker auf den Bereichen Anatomie und Pathologie, Kinderkrankenpfleger müssen mehr über die Pädiatrie lernen – logisch. 

Die Prüfungen selbst unterteilen sich dann noch einmal in schriftlich, mündlich und praktisch. Die praktischen Prüfungen finden immer in den Einrichtungen statt und dauern etwa knapp vier Stunden. Nur während Corona wurden sie teilweise online durchgeführt, erzählt Anita. Prüfungsinhalte sind hier eine vollständige Dokumentation eines*r Bewohner*in – also Biographie, Medikation, Pflegeplanung und so weiter, sowie eine anschließende Reflexion des*r Geprüften.

Aber keine Angst, das klingt jetzt erstmal vielleicht alles sehr sehr viel, doch zum einen wird in den Schulblöcken aktiv auf die Prüfungen hingearbeitet und zusammen gelernt und zum anderen gibt es im worst case auch immer die Möglichkeit der Nachprüfung. Diese finden auch sehr regelmäßig statt und nicht wie im Studium nur jedes Semester.

Anita und Andrea hatten keine Prüfungsangst, erzählen sie.

 

»Um ehrlich zu sein, habe ich für meine praktische Prüfung nicht so intensiv pauken müssen. Insgesamt habe ich mich ungefähr eine Woche vorher dafür vorbereitet. Für die schriftliche Prüfung habe ich fast zwei Wochen gelernt und für die mündliche Prüfung dann sogar nur 3 Tage.«
Anita

Bei Andrea lief es ähnlich:

»Glücklicherweise habe ich keine große Prüfungsangst, aber ich lerne schon viel vor schriftlichen Prüfungen. Dann läuft auch alles echt gut und ich kann entspannt und gut vorbereitet in die Prüfungen gehen.«