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Gruppenarbeit – Fluch oder Segen?

Früher oder später trifft wohl jeder Mensch in seinem Leben auf diese mehr oder weniger gewünschte Aktivität. Manche kommen bereits in jungen Jahren während der Schulzeit damit in Kontakt. Andere müssen besonders in ihrem Job Teamfähigkeit üben. Doch egal wen man fragt, alle können mit dem Begriff »Gruppenarbeit« Erinnerungen und vielleicht sogar Emotionen verbinden.

In der Schule: Nicht immer optimal

Auch unsere Pflegeexpert*innen sind stetig mit dem Thema konfrontiert. Sei es in der Schule oder in den Teams auf der Arbeit, gewisse Aufgaben müssen gemeinsam erledigt werden. Die Meinungen gehen dabei weit auseinander, vor allem im Hinblick auf den schulischen Rahmen. Einige finden Gruppenarbeiten super, denn man kann von den Stärken und dem Wissen anderer profitieren. Doch meistens ist es so, dass einige, sagen wir gemütlichere Personen, von dem Eifer und dem Einsatz anderer profitieren und selbst nichts erarbeiten. Das kann durchaus mal für Frust sorgen und erlebt hat das wohl jeder schon. Wenn das Teammitglied, das nichts erledigt hat, trotzdem die gute Note bekommt. Sind wir ehrlich, ärgern, tut es uns alle.

In den Einrichtungen: Crewlove is true love

Doch auch wenn mit Blick auf die Schule bei Gruppenarbeiten öfter negative Gefühle aufkommen, bei der Arbeit scheint es rund um positiv zu sein. Unsere Pflegeexpert*innen schwärmen von ihren Teams bei der AWO. Hier wird füreinander eingestanden, man ist für den anderen oder die andere da und kennt die jeweiligen Stärken und Schwächen. Die einzelnen Aufgaben können so optimal verteilt werden und sollte es mal ein Problem geben, dann kann man das einfach ansprechen. Bei Dingen, die das ganze Team betreffen, wird gemeinsam aufgestanden und niemand wird hängen gelassen. Das klingt nach Gruppenarbeit, die sich wahrscheinlich jede*r wünscht. Herzliche und verlässliche Kolleg*innen sind unverzichtbar, um die täglichen Herausforderungen in der Pflege zu meistern. Sei es Stress, Freude oder Trauer – mit den Menschen um sich herum teilt man all diese Gefühle gemeinsam. Umso schöner, wenn man sich dabei wohlfühlt.

Noch wünschenswerter wäre es, wenn unsere Pflegeexpert*innen diese Erfahrungen auch in der Berufsschule machen könnten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Wir drücken ihnen die Daumen!